MENDIG/ANDERNACH. -edb- Melanie Junglas braucht den Vergleich mit Vanessa Mai nicht zu scheuen. Im Pop-Schlager-Bereich hat sie für den Andernacher Musikproduzenten der Hafenstudios, Fabian Zimmermann durchaus das Zeug, durchzustarten. Deshalb gibt es von ihm erst einmal: Daumen hoch für den Karrierestart am 17. März, wenn sie in der Laacher-See-Halle ihr Debüt-Album „Die Zeit ist da“ vorstellen wird. Eineinhalb Jahre hat die Mendigerin in den Hafenstudios geprobt. Dort arbeiten drei Produzenten seit Jahren erfolgreich mit internationalen Künstlern wie David Hasselhoff, Detlef D! Soost, Heino, Yvonne Catterfield oder Thomas Anders zusammen.

Das Thema Schmerz hat Melanie Junglas in ihrem Debüt-Album ausgespart. Nicht, dass sie diese Seite des Lebens nicht kennen würde. Mit ihren 39 Jahren hat sie familiär einiges verkraften müssen.

Dazu gehören die Krebserkranung und anschließende Chemotherapie ihrer Mutter und der an multiplen Erkrankungen leidende Vater. Ihnen hat sie ein Lied gewidmet – als Dankeschön für dieses Leben.

 

Melanie Junglas in den Hafenstudios Andernach

 

Idee kam über Nacht

Die Idee, aus ihrer Leidenschaft zur Musik eine Profession zu machen, kam Melanie Junglas tatsächlich über Nacht. Den Anstoß dazu hatte ihre langjährige Freundin gegeben, die sie fürs Hochzeitsingen engagiert hatte.

„Ich habe schon als Kind auf Familienfeiern gesungen“, erzählt die Mendigerin.

Der Gedanke, ihren Gesang zu vermarkten, ließ sie nicht mehr los. „Am nächsten Morgen habe ich eine Website erstellt, Visitenkarten drucken lassen und die Autowerbung organisiert.“

Auf der Hochzeitsmesse in Cochem holte sie sich die Bestätigung, die sie brauchte. Am 17. März 2012 gab sie ihr Starterkonzert in der Neuwieder Blindenschule. Von da an ging’s steil bergauf.

Mittlerweile ist Melanie an den Wochenenden ausgebucht. Für alles, was mit dem Thema Hochzeiten zu tun hat, ist sie die erste Adresse. Auch Geburtstage, Firmenevents und Karnevalssitzungen drückt sie in den engen Terminkalender rein.

 

Erstes Album

Doch Melanie will mehr. Im Bereich Pop-Schlager sieht sie sich angesiedelt und steckt darin ihre ganze Energie. Neben stundenlangen Aufnahmen in den Andernacher Hafenstudios probt sie im Neuwieder Schloss die Auftritte mit ihrer Tanzgruppe, stimmt sich mit dem Gospelchor Koblenz-Mitte ab, der sie bei der Präsentation ihre Debüt-Albums begleiten wird, und organisiert den Ablauf hinter der Bühne.

Melanie Junglas mit ihrer Tanzgruppe

 

„Ja, ich bin perfektionistisch“, gibt sie zu. „Bei mir muss alles stimmen.“

Die Kraft, das alles neben ihrem Beruf als Kinderpflegerin an der Neuwieder Blindenschule und als Mutter von zwei Kindern (Tocher Nathalie, 19, und Sohn Tyler, 11) zu stemmen, nimmt sie aus ihrer Leidenschaft zur Musik.

Die teilt sie sich im übrigen mit ihrem Sohn, dessen Schlagzeugsolo beim Konzert am 17. März ein eigener Programmpunkt eingeräumt wird.

 

Melanie Junglas mit ihrem Sohn beim Schlagzeug spielen

 

Das Zeug für mehr

Und dass Melanie das Zeug für mehr hat, kann der Andernacher Musikproduzent und Komponist Fabian Zimmermann (41) nur bestätigen.

„Die Stimme ist gut“, meint er anerkennend. „Da kann man was Großes draus machen.“

Zimmermann, der das Studio gemeinsam mit Christof Neugebauer und Christian Geller betreibt, muss es wissen, denn die Andernacher Hafenstudios zählen mehr als 20 Millionen verkaufte Einheiten, Platin- und Gold-Auszeichnungen und Echo-Nominierungen.

Darunter das Heino-Album, die Münchner Freiheit, 30 Jahre Modern Talking Best of und ganz aktuell Thomas Anders‘ „Pures Leben“ und das Heintje-Album.

Nun legt Melanie Junglas nach. Nach mehr als eineinhalb Jahren hat sie mit den Hafenstudios ihr erstes eigenes Album mit dem Titel „Die Zeit ist da“ herausgebracht. Mit Liedern für die Familie, die Eltern, die Liebe und, dem vielleicht stärksten Stück, einer Ballade. Wer reinhört, wird bestätigen: Den Vergleich mit Vanessa Mai braucht Melanie Junglas nicht zu scheuen.

Im April kommt die CD „Die Zeit ist da“ auf den Markt. Die erste Single-Auskopplung ist ab dem 11. März erhältlich.

Das Konzert am 17. März (Beginn 18 Uhr) wird begleitet von der Tanzschule Neuwied und dem Gospelchor Koblenz-Mitte. DJerry sorgt fürs Warm-up. Karten im Vorverkauf sind erhältlich bei Candy-Dreams Mendig y (02652) 9 39 08 75 und Optik Rawert y (02651) 5 15 00.

 

Fotos: Seydel / Billigmann